Capital Wirtschaftsnachrichten
Die Regierung will die Rente reformieren, nun hat die Rentenkommission ihre Arbeit abgeschlossen. Die Empfehlungen haben es in sich.
Knapp ein halbes Jahr hat eine von der Bundesregierung eingesetzte Kommission zur Rente getagt – nun liegen die Ergebnisse vor. Zwar sollen die beiden Vorsitzenden der Kommission, der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise und die Sozialrechtsprofessorin Constanze Janda, den fertigen Bericht erst am Dienstag an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) überreichen. Allerdings drangen zentrale Empfehlungen bereits im Vorfeld nach draußen – und die haben es in sich. Das ZDF berichtete zuerst.
So empfiehlt die Kommission, deren Mitglieder vor allem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler umfasst, aber auch drei Bundestagsabgeordnete von CDU, CSU und SPD, einen Anstieg des Renteneintrittsalters. Konkret soll dieses, Informationen des stern zufolge, an die Lebenserwartung gekoppelt werden. Der vorgeschlagene Mechanismus sieht vor: Steigt die Lebenserwartung um ein Jahr an, würde dies ein um acht Monate nach hinten versetztes Renteneintrittsalter bedeuten. Derzeit liegt das Regelrentenalter bei 66 Jahren und vier Monaten und steigt noch schrittweise an, bis es 2031 67 Jahre erreicht haben wird.
„Rente mit 63“ soll abgeschafft werden
Auch soll Informationen des stern zufolge die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren – umgangssprachlich „Rente mit 63“ – abgeschafft werden. Diese Regelung, 2014 von der damaligen schwarz-roten Regierung eingeführt, ermöglicht allen, die 45 Jahre lang in die Rentenkasse eingezahlt haben, einen früheren Renteneintritt ohne Abschläge. Vor 1953 Geborene konnten damit ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen, ab 1964 Geborene können mit dieser Regelung mit 65 Jahren in Rente.
Untersuchungen zeigten immer wieder, dass die Sonderregelung nicht nur von Menschen in anstrengenden körperlichen Berufen – der Krankenpflegerin, der Bauarbeiterin, dem Kellner – genutzt wird, sondern auch maßgeblich von Menschen in Berufen mit eher geringerer Belastung. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ergab, dass eine Abschaffung der „Rente mit 63“ die öffentlichen Kassen um 9,5 Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang entlasten würde. Auch würden dem Arbeitsmarkt zusätzlich rund 125.000 Vollzeitkräfte zur Verfügung stehen.
Außerdem empfiehlt die Kommission, den sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor ab 2032 wieder in Kraft zu setzen. Dieser ist Teil der Rentenanpassungsformel, die die jährliche Anpassung der Renten bestimmt. Der Nachhaltigkeitsfaktor wurde 2005 für die Generationengerechtigkeit in der Rente eingeführt, indem dieser das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern berücksichtigt. Allerdings führten mehrere politische Entscheidungen der vergangenen Jahre dazu, dass dieser Nachhaltigkeitsfaktor faktisch nicht mehr greift. Gilt er nun wieder, werden die Renten in der Folge weniger stark ansteigen, als es ohne Nachhaltigkeitsfaktor der Fall wäre.
Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas ist es ein besonderes Anliegen, dass mehr Menschen als bislang in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden – ein Gerechtigkeitsthema für die SPD-Ministerin. Zwar sollen Beamte nun dem Vorschlag der Kommission zufolge nicht in die gesetzliche Rente kommen. Allerdings tut sich bei dem Thema doch etwas: Abgeordnete und Vorstände von Aktiengesellschaften sollen einbezogen werden.
Und auch für Beamte sind weitreichende Änderungen vorgesehen: So sollen deren Pensionen künftig nicht mehr stärker steigen können als die gesetzliche Rente, dazu sollen entsprechende Dämpfungsfaktoren eingeführt werden. Außerdem sollen sich die Pensionen nicht mehr am letzten Gehalt bemessen, sondern an einem Mittel – ähnlich wie in der gesetzlichen Rente. Bund und Länder sollen verpflichtet werden, Rücklagen für die Pensionen zu bilden.
Auch soll eine Kapitaldeckung in der gesetzlichen Rente kommen: Dazu sollen Arbeitgeber und Arbeitnehmer einen Extrabeitrag abführen, stern-Informationen zufolge über vier Jahre aufwachsend bis auf zwei Prozent. Dieses Geld soll dann in Aktien und Anleihen investiert werden, die Erträge sollen die Ansprüche aus der gesetzlichen Rente aufstocken. Das bedeutet in der Konsequenz auch, dass der Beitragssatz in den kommenden Jahren steigen dürfte. Dieser liegt seit vielen Jahren stabil bei 18,6 Prozent, und damit deutlich niedriger als noch Anfang der 2000er-Jahre, als er bei 19,5 beziehungsweise 19,9 Prozent lag.
Auffällig ist, dass die Kommission ihren Fokus klar auf die gesetzliche Rente gelegt hat, nicht so sehr auf Betriebsrenten und die private Vorsorge. Und das, obwohl Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zuletzt davon sprach, dass die gesetzliche Rente nicht mehr als eine „Basisabsicherung“ für das Alter sein werde.
Nun wird es darauf ankommen, was die Regierung von diesen Vorschlägen genau umsetzen wird – und wie. Gerade in der SPD dürften einige Maßnahmen eher schwer zu verkraften sein. So hatte man in den Reihen der Sozialdemokraten etwa immer darauf gepocht, dass ein späterer Renteneintritt nicht für die gelten dürfte, die schwer körperlich arbeiteten. Denn müssen diese gesundheitsbedingt früher als das reguläre Renteneintrittsalter aus dem Erwerbsleben ausscheiden, bedeutete dies in der Konsequenz eine geringere Rente für sie.
Die Kommission konnte intern nicht für alle Vorschläge Einstimmigkeit erreichen, das heißt: Nicht jeder einzelne Vorschlag wird von allen Mitgliedern unterstützt. Trotzdem würde das Paket im Grundsatz so von allen mitgetragen, heißt es. Die Kommission betont stern-Informationen zufolge, dass sie die von ihr vorgelegten Maßnahmen als Paket versteht. Es sei kein „Buffet“, aus dem man sich bedienen könne.
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Sprachmodelle wie ChatGPT sollten die Effizienz in deutschen Unternehmen stärken. Doch das wird schwieriger als gedacht. Die KI-Expertin Corina Apachite über falsche Hoffnungen und neue Kosten
Als die ersten Sprachmodelle von OpenAI, Google oder Anthropic auf den Markt kamen, galt als ausgemacht: Das wird auch die Arbeit der Unternehmen in Deutschland verändern. Es wurde über Effizienzgewinne und neue Geschäftsmodelle spekuliert. Inzwischen ist klar, dass es komplizierter wird, auch wenn das nicht unbedingt an der Technologie liegt. „Es gibt eine Diskrepanz zwischen dem, was man sich an Nutzen erhofft und dem Verständnis, was dafür gemacht werden muss“, sagt Corina Apachite im Capital Wirtschaftspodcast. „Innovation braucht mehr als sechs Monate, um zu wirken.“
Apachite ist promovierte Informatikerin und hat als KI-Expertin unter anderem bei den Autozulieferern Bosch und Continental gearbeitet. Zudem sitzt sie in der Jury des Best of AI Awards, den Capital auch dieses Jahr wieder veranstaltet – gemeinsam mit dem AppliedAI Institute und der Personalberatung Odgers. Apachite ist überzeugt, dass es in der deutschen Wirtschaft oft noch am Verständnis für die Technologie mangelt: „Derzeit wird KI genutzt, um einzelne Schritte im Prozess zu verbessern und schneller zu machen“, sagt sie. „Ich bin aber überzeugt, dass die Prozesse selbst überdacht werden müssen. Und das ist schwierig.“
Positiv ist aus Ihrer Sicht, dass die Anbieter der Sprachmodelle inzwischen zu Preisen übergehen, die für die einzelnen Anfragen berechnet werden und nicht pauschal. „Es ist gut, dass man sich der Kosten-Nutzen-Frage stellen muss“, sagt Apachite. „Bei KI kommt jetzt der Zahltag.“
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- Warum Apachite schon früh mit Sprachmodellen in Berührung kam
- Was die neuen Preise für die KI-Nutzung auslösen könnten
- Was die Protestwelle gegen KI in den USA bedeutet
Ministerin Bärbel Bas ziert sich, die Arbeitszeitregeln grundlegend neu zu gestalten. Das ist rückwärtsgewandt – und das Gegenteil jenes Aufbruchs, den diese Koalition verspricht.
Der Referentenentwurf für ein neues Arbeitszeitgesetz ist eine herbe Enttäuschung. Was Arbeitsministerin Bärbel Bas da vorgelegt hat, ist so mutlos und aus der Zeit gefallen, dass es den Zusatz „Reform“ nicht verdient. Nach dem Willen der SPD-Vorsitzenden soll der Achtstundentag nicht pauschal abgeschafft werden. Vielmehr soll die Möglichkeit, die tägliche durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit zu ersetzen, allein Unternehmen mit Tarifbindung vorbehalten sein.
Der Vorschlag steht nicht nur im Widerspruch zur Vereinbarung im Koalitionsvertrag, er hat auch nichts mit der Lebenswirklichkeit deutscher Unternehmen zu tun, die seit Jahren ein flexibles und modernes Arbeitszeitgesetz fordern.
Es war richtig, dass CDU, CSU und SPD im Koalitionsvertrag verabredet hatten, endlich die Voraussetzungen für neue Arbeitszeitregeln zu schaffen. Ohne Vorbehalte, ohne Ausnahme, ohne Wenn und Aber. An diese Einigung fühlt sich Bärbel Bas offenbar nicht länger gebunden, wenn sie nun einen Tarifvertrag zur Voraussetzung für ein modernes Arbeitszeitgesetz macht. Mit dem Gesetzentwurf kommt die Arbeitsministerin allein den Forderungen der Gewerkschaften entgegen, die sich zuletzt massiv gegen die geplanten Änderungen der täglichen Höchstarbeitszeit gewehrt hatten.
Das Gesetz von Bas ist das Gegenteil von Aufbruchstimmung
Für den Koalitionspartner und die Arbeitgeberverbände ist die Volte eine Provokation. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann erklärte, dass der Entwurf „keine Grundlage“ für weitere Diskussionen zu dem Thema sei. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger donnerte: „Wer kein Vertrauen in das Miteinander von Arbeitgebern und Beschäftigten hat, kann von uns Arbeitgebern kein Vertrauen in gute Gesetzgebung erwarten.“ Ein harter Satz vor dem Hintergrund, dass die Sozialpartner erst vor einer Woche im Kanzleramt mehrere Stunden mit den Spitzen der Koalition über die Reformnotwendigkeiten gesprochen hatten.
Die Kritik ist nicht nur nachvollziehbar, sondern auch absolut berechtigt. Die geplanten Einschränkungen im Arbeitszeitgesetz wirken ideologisch verbrämt, rückwärtsgewandt und wie das genaue Gegenteil des Reformwillens, mit dem die Bundesregierung gegen schlechte Umfragewerte und den ökonomischen Stillstand in diesem Land ankämpfen wollte. Das Arbeitszeitgesetz à la Bärbel Bas verbreitet Ernüchterung, aber sicher keine Aufbruchstimmung.
Nur wenige Unternehmen würden von den neuen Möglichkeiten des Arbeitszeitgesetzes profitieren. Gerade noch ein Viertel aller Unternehmen sind an einen Tarifvertrag gebunden, Tendenz fallend. Auch bezogen auf die Zahl der Beschäftigten fällt die Mehrheit der Arbeitnehmer nicht unter einen Tarifvertrag. Schon vor diesem Hintergrund macht es keinen Sinn, das neue Arbeitszeitgesetz an die Existenz eines Tarifvertrags zu binden.
Dort, wo in Deutschland Jahr für Jahr neue Arbeitsplätze entstehen, bei den dynamisch wachsenden Start-ups, sind Tarifverträge ein Fremdwort. Sie passen einfach nicht zu den Anforderungen einer modernen Arbeitswelt, die oft ein Maximum an Flexibilität erfordert. Im vergangenen Jahr hat Deutschland fast 3600 Unternehmensgründungen verzeichnet – so viel wie nie zuvor. Die Bundesregierung sollte stolz sein auf diese neue Gründerkultur und diese weiter fördern. Den jungen Unternehmen bürokratische Steine in den Weg zu legen, wäre ein fataler Irrtum.
Die meisten Arbeitnehmer akzeptieren neue Regeln
Nicht nur für Start-ups ist ein Achtstundentag ein Anachronismus. Alle Unternehmen befinden sich durch geopolitische und technologische Entwicklungen in einer Transformation, die punktuell immer wieder Mehrarbeit erfordert. Die allermeisten Arbeitnehmer akzeptieren die veränderten Anforderungen, solange die wöchentliche Arbeitszeit eingehalten wird. Sie haben schließlich ein nicht geringes Interesse daran, dass ihr Unternehmen zukunftsfest aufgestellt und der eigene Arbeitsplatz sicher ist – selbst wenn dafür auch mal zehn Stunden am Tag gearbeitet werden müssen. Einen solchen Pragmatismus wünscht man sich auch von der zuständigen Arbeitsministerin.
Doch davon ist wenig zu spüren. Für die SPD-Vorsitzende mag es ein willkommenes parteitaktisches Kalkül sein, Rücksicht auf die Interessen der mächtigen Gewerkschaften zu nehmen. Dem Land hilft es nicht. Angesichts der schweren Krise, in der Deutschland steckt, sollte sich Bas an den politischen Leitsatz erinnern: „Erst das Land, dann die Partei.“
Der Krampf mit dem Arbeitszeitgesetz wirft erneut ein schlechtes Licht auf die Große Koalition. Wenn nicht einmal ein so kleines Vorhaben gelingt, wie will die Bundesregierung grundlegende Strukturreformen bei Steuern, Rente oder im Gesundheitssystem hinbekommen? Reformen auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner und parteitaktische Spielchen kann sich Deutschland nicht länger leisten. Es ist an der Zeit, dass Kanzler Merz diese Botschaft allen Kabinettsmitgliedern klarmacht. Von einem Weiter-so profitiert allein die AfD.
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Der sich abzeichnende Friedens-Deal zwischen Washington und Teheran gleicht einer Demütigung Donald Trumps. Die große Frage ist: Hat der US-Präsident damit seinen Zenit überschritten?
Mit Vorhersagen sollte man es bei Donald Trump immer ganz, ganz vorsichtig halten – sowohl, wenn es darum geht, was er wohl als nächstes anstellen könnte, als auch in der Frage, ob und wie lange seine Anhänger noch zu ihm halten. Wie oft schon wurde gesagt: Davon erholt er sich nicht mehr! Und dann erholte er sich doch. Trumps Skandale und teils katastrophale Fehleinschätzungen sind zahlreich – aber es gereichte ihm nie wirklich zum Nachteil. Im Gegenteil: Er schaffte es immer wieder, sich selbst als Opfer zu stilisieren, dem von Gegnern und Medien übel mitgespielt werde. Anschließend stand er stets stärker da als zuvor.
Insofern gebietet schon die praktische Klugheit, das (vorläufige) Ende des Irankriegs mit aller Vorsicht zu beurteilen. Doch selbst unter dieser Bedingung fällt es schwer, die „Absichtserklärung“ zwischen Iran und den USA nicht als krachende Niederlage für den US-Präsidenten zu werten: Die Einstellung aller Kampfhandlungen ist sicher ein Gewinn für alle Seiten, ebenso die Öffnung der Straße von Hormus und die Aussicht auf eine Normalisierung der Öl- und Gasexporte aus der Region. Die anderen Punkte der Vereinbarung gleichen aber einer Demütigung der USA: Alle Sanktionen gegen Iran werden aufgehoben, die eingefrorenen iranischen Vermögen im Ausland aufgetaut. Dem Regime in Teheran werden sogar ausländische Investitionen in Höhe von bis zu 300 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt – die verbliebenen Mullahs werden ihr Glück kaum fassen können.
Im Kern bedeutet das Abkommen: Nach einem Krieg, der an die 100 Mrd. Dollar und Tausende Iraner sowie 13 amerikanische Soldaten das Leben gekostet hat, und der die gesamte Weltwirtschaft in eine veritable Krise stürzte, holen die USA ein Terrorregime zurück an den Verhandlungstisch, das man doch eigentlich hatte absetzen wollen. Und zur Begrüßung kommen eventuell noch ein paar hundert Milliarden obendrauf.
Natürlich verkauft Donald Trump seinen Leuten zu Hause diesen Ausgang als glorreichen Sieg – doch selbst dort ist die Skepsis groß. Republikanische Senatoren sprechen vom „schlimmsten außenpolitischen Fehler seit Jahrzehnten“. Und auch viele normale Trump-Anhänger im Land fragen sich inzwischen, was sie von diesem großspurigen Präsidenten eigentlich zu erwarten haben: Statt massenweise neue Jobs hat er ihnen vor allem einen dramatischen Anstieg der Benzinpreise beschert – und ein absurdes Wettrüsten der Tech-Konzerne, das auch viele Middleclass-Amerikaner inzwischen beunruhigt und um ihre Jobs fürchten lässt.
Fünf Monate vor den Midterms hat sich unsere Reporterin Katharina Kort im Städtchen Allentown im US-Bundesstaat Pennsylvania umgesehen und mit vielen Menschen dort gesprochen. Pennsylvania ist ein klassischer Swing State, der mal republikanisch und mal demokratisch wählt – die Wahlen dort gehen immer knapp aus. Aber schon einige Tage vor Trumps vermeintlichem Sieg am Persischen Golf fragte die Mehrheit der einstigen Trump-Anhänger dort, was die US-Soldaten eigentlich fern der Heimat zu suchen hätten. Kort spürte eine tiefe Unzufriedenheit, nicht nur mit der Lage des Landes, sondern mit der Politik des Präsidenten. Ihre ganze Geschichte lesen Sie ab morgen im Heft – oder jetzt schon online.
Absurderweise wird ein großer Profiteur dieses schmutzigen Kriegsendes Europa sein. So wie Europa stärker als die USA unter der plötzlichen Öl- und Gaskrise gelitten hat, so wird es nun auch stark von der Öffnung der Öl- und Gaslieferwege profitieren. Der Ölpreis ist, entgegen allen Warnungen bis zuletzt, in dieser Woche schon dramatisch gefallen, das Barrel Rohöl kostet je nach Sorte noch zwischen 75 und 78 Dollar, das sind „nur“ noch etwa 20 Prozent mehr als unmittelbar vor Kriegsausbruch. Klingt immer noch viel, entspricht aber einem Niveau, das der Ölpreis in den letzten drei Jahren ziemlich oft hatte – und öfter lag der Preis sogar noch höher, ganz ohne blockierte Meerenge. Mein Kollege Nils Kreimeier hat die Lage am Ölmarkt im Licht der aktuellen Ereignisse analysiert und wagt eine mutige Prognose.
Die Welt ist nicht stabiler geworden
Es ist zu noch zu früh, über Trumps Zenit oder gar den seiner MAGA-Bewegung zu orakeln. Die, die Donald Trump gewählt haben, sind nicht geläutert und denken plötzlich anders, nur weil sie merken, dass sich ihr Präsident – anders als versprochen – immer wieder in halsbrecherische Abenteuer stürzt. Sie werden sich eher nach anderen Figuren umsehen, die ihre Weltsicht aufgreifen.
Derweil weiten sich gleichwohl die Risse in Trumps Machtfundament. Dafür stand in dieser Woche der neue Fed-Chef Kevin Warsh, der die erste Zinsentscheidung der Federal Reserve unter seiner Führung begründen musste. Die Fed ließ den Leitzins unverändert, ganz anders als Trump sich dies gewünscht hatte – und Warsh erdreistete sich sogar, die Eindämmung der Inflation zum Kernziel seiner Arbeit zu erklären. Mein Kollege Stefan Schaaf, der die Arbeit von Notenbankern seit vielen Jahren verfolgt, fragt sich: Stehen die USA unter Warsh sogar vor einer Rückkehr zum Monetarismus? Also zu einer Politik, in der die Zentralbank die Geldmenge berechenbar steuert und der Staat sich aus deren Belangen heraushält. Es wäre so ziemlich das Gegenteil dessen, was Trump sich mit Warsh erhofft hatte. Ähnlich dürfte es all den Techunternehmern gehen, die sich gerade für das KI-Zeitalter bis zur Halskrause verschulden – und für die hohen Zinsen daher sehr bedrohlich werden könnten.
Wir sollten uns gleichwohl keinen Illusionen hingeben: Trumps Allmacht mag wanken, Öl und Gas mögen wieder fließen – doch die Welt wird kaum eine stabilere werden nach diesem Iran-Abenteuer. Dafür bleiben die Krisen- und Unruheherde zu zahlreich, genauso wie die potenziellen Störfaktoren. Wenn die vergangenen sechs Jahre eines gelehrt haben, dann dies: Die nächste große Krise kommt bestimmt. Und dass Trump aus seinen Fehlern lernt, darf man ebenso gewiss ausschließen.
Die Unicredit hält den Druck auf die Commerzbank hoch. Das Angebot zur Übernahme sämtlicher Aktien läuft noch bis 3. Juli. Nach eigenen Angaben kommen die Italiener jetzt schon auf fast 40 Prozent
Die Unicredit treibt die Übernahme der Commerzbank entgegen erbitterter Widerstände in Deutschland voran. Noch bis einschließlich 3. Juli hält die italienische Großbank ihr Angebot zum Kauf sämtlicher Aktien des Frankfurter Dax-Konzerns aufrecht. Das finale Ergebnis solle voraussichtlich am 8. Juli veröffentlicht werden, teilte die Unicredit mit.
Bis Ablauf der bisherigen Angebotsfrist vom 5. Mai bis zum 16. Juni bekam die Unicredit nach eigenen Angaben 12,51 Prozent der Commerzbank-Aktien angedient. Zusammen mit den 26,77 Prozent, die die Italiener vor der Offerte hielten, würde der Anteil der Unicredit an Deutschlands zweitgrößter börsennotierter Bank damit rechnerisch auf 39,28 Prozent steigen.
Zudem hat sich das Mailänder Institut über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente. Nahezu den gesamten Bestand ihrer Commerzbank-Aktien und der Finanzinstrumente hat die Unicredit nach eigenen Angaben preislich abgesichert für den Fall, dass sie diese wieder verkaufen würde.
Die Unicredit bietet für jede Commerzbank-Aktie 0,485 eigene Aktien. Umgerechnet war das lange Zeit weniger, als die Commerzbank-Papiere an der Börse wert waren.
Irreführung und Marktmanipulation?
Die Commerzbank wehrt sich seit fast zwei Jahren gegen das aus ihrer Sicht „feindliche“ Vorgehen von Unicredit-Chef Andrea Orcel und verdächtigt die italienische Großbank, ihre Aktienposition „künstlich aufzublähen“. Zwecks Klärung hat der Dax-Konzern die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Zudem stellte der Commerzbank-Gesamtbetriebsrat Strafanzeige wegen des Verdachts der Marktmanipulation.
Die Unicredit wies die Vorwürfe wiederholt zurück und drohte jüngst indirekt mit dem Austausch der Commerzbank-Führungsspitze: „Sollte Unicredit auf der Hauptversammlung ausreichende Unterstützung durch Aktionäre erlangen, wäre sie in der Lage, sämtliche Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu wählen, der seinerseits für die Bestellung des Vorstands zuständig wäre.“
Die Kritik der Commerzbank lenke vom wirtschaftlichen Sinn der Übernahme ab, argumentiert die Unicredit. In Deutschland ist das Institut bereits mit der Hypovereinsbank (HVB) aktiv und sieht Potenzial für Milliardeneinsparungen.
Bund lehnt Commerzbank-Übernahme ab
Der deutsche Staat, dessen Aktienverkauf im September 2024 zum Einfallstor für die Unicredit wurde, hat jüngst erneut klargemacht, dass er seine restlichen gut zwölf Prozent nicht verkaufen wird. Das Übernahmeangebot enthalte „keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie“. Das „aggressive Vorgehen“ der Unicredit werde abgelehnt.
Die Commerzbank spiele eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands und sei als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt, bekräftigte der Bund. „Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen.“
Ein „Picknick der Wirtschaft“ zum Auftakt: In Ankara wirbt Wirtschaftsministerin Reiche für engere Energiebeziehungen mit der Türkei. Doch beim Thema Gas bremsen politische Realitäten allzu große Erwartungen
Für einen kurzen Moment schweben Weidekörbe und karierte Tischdecken durch den Raum. Katherina Reiche ruft sie gedanklich hervor, denn sie erklärt ihren Zuhörern in Ankara soeben, was für ein besonderer Tag der 18. Juni ist, an dem die Welt den Tag des internationalen Picknicks begeht. Wer noch nicht staunt, bekommt zusätzlich noch den Namen eines berühmten türkischen Rockstars und eines früheren Premiers und Dichters. Beide geboren am 18. Juni. Nun gut, irgendwie müssen Reden anfangen.
Die Wirtschaftsministerin besucht die Türkei, die Welt feiert den internationalen Tag des Picknicks, womöglich zeigen sich hier erste schöne Ergebnisse von Reiches neuem Redenschreiber, der im Zusammenwirken mit einem externen Kommunikationsberater engagiert wurde. Die illustre Abendgesellschaft in der deutschen Botschaft in Ankara weiß nun, was Deutschlands Wirtschaftsministerin unter einem Picknick versteht. Draußen, Familien, Gemeinschaften. Freunde teilen sich Essen, haben Ideen und entwickeln Vertrauen. Das ist natürlich bildlich zu verstehen für diesen Empfang, an dem zwei Dutzend Unternehmer aus Deutschland und der Türkei teilnehmen. Als „Picknick der Wirtschaft“ beschreibt es die Ministerin, „um uns besser kennenzulernen und die Basis für unsere Zusammenarbeit zu entwickeln.“
Für zwei Tage ist Reiche nach Ankara gekommen, drei Minister wird sie treffen, um vor allem über Energiezusammenarbeit zu reden. Dabei hat sie eine Wirtschaftsdelegation, in erster Linie mit Unternehmern aus dem Bereich erneuerbare Energien. So sind mit Nordex und Enercon zwei große deutsche Windradhersteller dabei, an Bord ist aber auch ein Unternehmen wie Siemens Energy, das sowohl Gaskraftwerke als auch Windturbinen baut, und Uniper als großer Gashändler.
Reiche sieht die Türkei als LNG-Hub
Es gibt keinen zwingenden Anlass für ihren Besuch, die interessanteren Themen spielen sich gerade in Brüssel und Berlin ab. Wie wird sich die EU künftig vor der Produktschwemme aus China schützen, wie geht es weiter mit den Reformen in Berlin? In Ankara verhandeln sie Dauerfragen wie die Modernisierung der Zollunion mit der Türkei, die Handelspolitik und die Energiepartnerschaft. Ein Routinetermin. Aber so ein bisschen aufwerten will man die Reise dann doch. Die Türkei positioniere sich „als LNG-Hub“ und stärke damit ihre Rolle als „Energiedrehscheibe zwischen dem Nahen Osten, dem Kaukasus und Europa“, so formuliert es die Ministerin vor dem Abflug in Berlin. Es ist eine Nachricht, die es so ähnlich in Variationen seit einigen Jahren gibt. Schön wäre es, wenn die Türkei Deutschland mit Gas aushelfen könnte und so die Energieversorgung widerstandsfähiger machen würde.
In nächster Zukunft allerdings dürften Gasimporte aus der Türkei in die EU und damit auch Deutschland kaum möglich sein. Denn noch importiert die Türkei selbst Gas und das vor allem aus Russland. Das aber ist tabu für die EU, die ab 2027 den Import russischen Gases gänzlich stoppen will. Denkbar ist zwar eine Zertifizierung zur Herkunft des exportierten Gases, ähnlich wie beim Strom. Doch solange die Türkei das ablehnt, besteht die Gefahr, dass die Gasimporte aus der Türkei ursprünglich aus Russland stammen. Und so wird es wohl auch für Uniper-Chef Michael Lewis, so schnell nichts mit dem Großeinkauf von türkischem Gas. Hinzu kommt, dass die Türkei zwar vor ein paar Jahren riesige Gasvorkommen im Schwarzen Meer entdeckt hat, doch die Förderung deckt bisher gerade mal einen kleinen Teil des eigenen Gasbedarfs.
Bessere Aussichten gibt es bei den erneuerbaren Energien. Bis 2035 will die Türkei über 100 Mrd. Euro ausgeben, um Investitionen in Stromnetze, Speicher und den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie voranzutreiben – und so unabhängiger vom russischen Gas- und Ölimporten zu werden. Das eröffnet Chancen für deutsche Unternehmer wie Nordex, die hier regelmäßig an Ausschreibungen für Windenergie teilnehmen und gewinnen. Für Nordex ist die Türkei bereits heute ein wichtiger Markt, in dem das Unternehmen in erster Linie Rotorblätter für Windräder produziert für den dortigen Markt, aber auch für den Export nach Europa.
Endlich erhält man Rente, kein Aufwand mehr mit der jährlichen Steuererklärung – oder? Leider sind auch Rentner in der Regel verpflichtet, eine abzugeben. Sonst droht Ärger
Als Rentenempfänger möchte man eigentlich endlich mal entspannen. Nach jahrzehntelanger Arbeit hat man sich das schließlich verdient. Berufliche Verpflichtungen entfallen, Termine werden weniger und auch das lästige Thema Steuererklärung scheint für viele abgeschlossen zu sein. Genau das ist jedoch ein häufiger Irrtum.
Denn der Beginn der Rente bedeutet nicht automatisch das Ende der steuerlichen Pflichten. Entscheidend ist die Frage, wie hoch die gesamten Einkünfte ausfallen. Die gesetzliche Rente gilt steuerrechtlich als Einkommen und wird deshalb bei der Prüfung berücksichtigt. Maßgeblich ist dabei der Grundfreibetrag: 2026 beträgt er 12.348 Euro. Wer mit seinen jährlichen Einkünften unter dieser Grenze bleibt, kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Abgabe einer Steuererklärung befreit werden.
Trotz Rente fällt meist eine Steuererklärung an
Ob tatsächlich Steuern fällig werden, hängt jedoch nicht allein von der Rentenhöhe ab. Ebenso wichtig ist der steuerpflichtige Anteil der Rente. Dieser richtet sich nach dem Jahr des Rentenbeginns. Wer 2019 in den Ruhestand gegangen ist, muss 78 Prozent seiner Rente versteuern, während bei einem Renteneintritt im Jahr 2026 bereits 84 Prozent steuerpflichtig sind.
Der jeweils verbleibende steuerfreie Anteil wird dauerhaft festgeschrieben. Im zweiten Rentenjahr errechnet das Finanzamt daraus einen individuellen Freibetrag, der grundsätzlich lebenslang bestehen bleibt. Komplizierter wird es, wenn neben der Rente weitere Einnahmen erzielt werden. Zusätzliche Einkünfte können dazu führen, dass die maßgeblichen Grenzen überschritten werden und dadurch doch eine Steuererklärung erforderlich wird.
Was droht, wenn man es nicht tut?
Und was, wenn man das verschwitzt oder sich weigert? Das ist keine gute Idee. Wer dieser Pflicht nicht nachkommt, muss unter Umständen mit unschönen finanziellen Folgen rechnen. Nach einer Aufforderung durch das Finanzamt kann regelmäßig eine Strafzahlung von 25 Euro pro verspätetem Monat erhoben werden.
Allerdings gibt es Ausnahmen. Wer glaubhaft darlegen kann, von seiner Erklärungspflicht nichts gewusst zu haben, darf beim Finanzamt mit Milde rechnen. Das kann insbesondere im ersten Jahr nach dem Übergang vom Berufsleben in die Rente relevant sein. Voraussetzung ist jedoch, dass bislang keine entsprechende Aufforderung des Finanzamts vorlag und auch keine früheren Steuererklärungen als Rentner abgegeben wurden.
Der Ruhestand befreit also nicht grundsätzlich von steuerlichen Pflichten – leider. Wer seine eigene Situation rechtzeitig prüft, vermeidet unangenehme Überraschungen und spart sich unnötige Strafzahlungen und Ärger mit dem Finanzamt.
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Schon länger sehen Fachleute das Geschäft von Unternehmensberatungen durch KI bedroht. Besonders hart scheint es Accenture zu treffen – die Aktie erreicht einen neuen Tiefpunkt
Kaum ein Beruf scheint so anfällig für Künstliche Intelligenz (KI) wie der des Unternehmensberaters. Präsentationen erstellen, Daten auswerten, Marktanalysen schreiben oder Strategiepapiere entwerfen – viele dieser Aufgaben können KI-Tools inzwischen in Sekunden erledigen. Bislang war aber noch nicht ganz klar, ob Firmen deswegen auf die Dienste großer Beratungen verzichten.
Zumindest beim Branchenriesen Accenture scheint es nun erste sichtbare Effekte des KI-Booms zu geben. Wie die Financial Times berichtet, gingen die Neuaufträge des Konzerns im Quartal bis Ende Mai um drei Prozent auf 19,3 Mrd. Dollar zurück. Gleichzeitig kappte das Unternehmen seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr und erwartet nun nur noch ein Umsatzwachstum von maximal vier Prozent.
Anleger strafen Accenture ab
Das sorgte am Donnerstag für einen Kursturz an der Börse: Die Accenture-Aktie verlor nach Vorlage der Zahlen zeitweise 18 Prozent – und fiel auf den niedrigsten Stand seit 2017. Inzwischen hat sich der Börsenwert von Accenture, das mit fast 800.000 Mitarbeitern zu den weltweit größten Beratungsunternehmen gehört, mehr als halbiert. Anleger glauben offenbar nicht daran, dass sich das Geschäft dauerhaft gegen die Fortschritte bei KI behaupten kann.
Auch Surinder Thind vom Analysehaus Jeffries bezeichnete die Zahlen als enttäuschend. Die Ergebnisse dürften die „Fragen zur Widerstandsfähigkeit der Nachfrage in einer KI-zentrierten Welt weiter verstärken“, schrieb er laut „Financial Times“ in einer Mitteilung. Dies gelte vor allem angesichts der Verbreitung von autonomen KI-Agenten, die auch komplexe Aufgaben selbstständig erledigen könnten.
Beratergehälter unter Druck
Accenture-Chefin Julie Sweet wies die Befürchtungen dagegen zurück. Das Unternehmen erhalte weiterhin Aufträge von Firmen, die Unterstützung etwa bei der Einführung von KI benötigten. Sweet räumte jedoch ein, dass viele Kunden insgesamt weniger Geld für Beratungsdienste ausgeben. „Sie erhöhen ihre Budgets nicht“, sagte Sweet in einer Telefonkonferenz mit Analysten. Schon länger schaut sich Accenture deshalb nach neuen Geschäftsfeldern um. Zuletzt kündigte das Unternehmen mehrere Übernahmen im Bereich Cybersicherheit an, um Kunden besser gegen KI-gestützte Angriffe zu schützen.
Kleiner werdende Auftragsbücher infolge von KI sind übrigens nicht die einzige Sorge in der Branche. Laut den Experten der US-Firma Management Consulted verharrt das Gehaltsniveau für Berufseinsteiger bei den großen Beratungsfirmen seit nunmehr drei Jahren auf dem gleichen Niveau. Ein Grund ist demnach, dass weniger Junior-Berater gebraucht werden, weil deren Tätigkeit zunehmend von KI übernommen wird. Das übe „Druck auf die Gehälter“ aus, erklärte Namaan Mian von Management Consulted bereits im vergangenen Dezember.
